Jaguar XJ 12 - Infos, Preise, Alternativen (2024)

Gute Gründe

  • Punktgenaue Gasannahme für viel Fahrspaß.
  • Geräumiger Kofferraum für viel Gepäck.
  • Sicheres Fahrverhalten auf der Straße.
  • Bequemes und ruhiges Fahren auf längeren Strecken.

Daten

Motorisierung

Die technischen Daten des XJ 12 und des XJ 12 6.0 der Serie III in der Übersicht:

Jaguar XJ 12 6.0 XJ 12
Baureihe Serie III Serie III
Bauzeitraum 1993 bis 1997 1979 bis 1992
Bautyp Karosserie Limousine Limousine
Motortyp V12 Motor V12 Motor
Zylinder / Hubraum 12 / 5.993 cm3 12 / 5.344 cm3
Leistung 311 PS 264 PS
Max. Drehmoment 475 Nm bei 2.850 U/min 369 Nm bei 3.150 U/min
Höchstgeschwindigkeit 254 km/h 233 km/h
Beschleunigung 0 – 100 km/h 7,2 s 9,5 s
Getriebe 4-Gang Automatik 3-Gang Automatik
Verbrauch pro 100 km 15,7 l 17,1 l
Tankgröße 86 l 91 l
Kraftübertragung Heckantrieb Heckantrieb
Schadstoffklasse Euro 2 Euro 2

Alle Motoren vom Jaguar XJ 12 sind durch den Zwölfzylinder-Antrieb extrem laufruhig. Das macht sich vor allem im Fahrgastraum bemerkbar, da dort kaum Motoraktivitäten spürbar sind. So ist es kein Wunder, dass die britische Königsfamilie zu der damaligen Zeit einige Modelle von diesen Fahrzeugen unterhielt.

Der Jaguar XJ 12 hat einen sehr guten Geradeauslauf und verfügt ebenfalls über eine erstklassige Fahrstabilität in den Kurven. Dank guter Federung nimmt das Fahrzeug jegliche Unebenheiten auf der Fahrbahn auf, sodass die Fahrzeuginsassen davon nichts spüren. Die Lenkung spricht exakt an und verhilft somit zu einer ausgezeichneten Spurstabilität.

Durch die äußerst hohe Motorleistung zwischen 264 und 311 PS galt der XJ 12 als eine der leistungsstärksten Serien-Limousinen ihrer Zeit. Jedoch ist dieses Merkmal mit einem hohen Kraftstoffverbrauch verbunden. Am Günstigsten ist eine gleichbleibende Fahrweise auf der Landstraße. In der Stadt müssen durchschnittlich 20 Liter eingeplant werden. Auf der Landstraße sind es nur 15 Liter. Wer auf der Autobahn konstant 120 km/h auf dem Tacho hat, kommt bei 14 Liter raus.

Abmessungen

Die Abmessungen der häufigsten Jaguar XJ 12 in der Übersicht:

Jaguar XJ 12
Länge 5,00 m
Breite 1,80 m
Höhe 1,31 m
Radstand 2,87 m
Wendekreis 13,5 m
Kofferraumvolumen 430 l
Leergewicht 1.975 kg
Zuladung 420 kg

Mit einer Fahrzeuglänge von knapp über fünf Meter ist eine Alltagstauglichkeit nicht immer gegeben. Besonders in der Stadt kann die Suche nach einem Parkplatz aufwendig sein. Dazu kommt noch der Wendekreis von 13,5 Metern, der das Einparken nicht unbedingt erleichtert.

Das Kofferraumvolumen ist bei einem Jaguar XJ 12 mit 430 Litern durchschnittlich. Der Jaguar XJ Sovereign V12 kommt sogar nur auf lediglich 365 Liter. Trotzdem findet das Gepäck von vier Personen gut Platz im Kofferraum. Durch die niedrige Ladekante ist ein bequemes Beladen möglich.

Der Kofferraum ist vollständig ausgekleidet, damit Koffer und Co. keinen Schaden erleiden. Mit dem Öffnen der Kofferraumklappe wird der gesamte Raum ausgeleuchtet. Leider sind keine zusätzlichen Ablagefächer vorhanden. Auch das Warndreieck und der Verbandskasten können nirgendwo befestigt werden.

Varianten

Der Jaguar XJ 12 gehört zur Serie III, die von 1979 bis 1997 produziert wurde. Das italienische Karosseriebauunternehmen Pininfarina überarbeitet die bisherigen XJ-Modelle von Jaguar. Auffallend ist der Einbau von größeren Fenstern. Außerde, besitzt der Kühlergrill senkrechte Streben. Darüber hinaus hat der Hersteller die Heckleuchten vergrößert und den Stoßfänger mit Gummi überzogen.

Der XJ 12 stand in drei Ausstattungsvarianten zur Verfügung. Die Basisversion war unter dem Namen Sovereign erhältlich, die mit elektrischen Fensterhebern, Schiebedach und Klimaautomatik mitunter bereits qualitativ hochwertig ausgestattet war. Der Marktpreis belief sich dabei auf umgerechnet 36.000 Euro. Der Daimler Double Six stellte als Ausstattungsvariante mit Lederverkleidung im Innenraum weiteren Komfort zur Verfügung. Die Karosserie wurde zusätzlich mit Chromzierleisten versehen. Als Extra war das D-Emblem zu nennen, das anstelle der Katze die Motorhaube zierte. Der Marktpreis für das Double Six Modell lag bei 80.000 Euro. Weiteres Zubehör wie eine beheizbare Frontscheibe, Picknicktische und Lammfellteppiche konnten gegen einen Aufpreis erworben werden. Die Luxusversion Vanden Plas war zusätzlich mit exklusiven Holzpaneelen ausgestattet.

Preis

Der Grundpreis für einen Jaguar XJ 12 belief sich auf 36.000 Euro zum Ende der damaligen Produktionszeit. Heute ist das Fahrzeug ein beliebtes Oldtimer-Objekt. Aufgrund teurer Wartungsarbeiten fällt der Gebrauchtwagenpreis jedoch niedrig aus und kann schon zu einem Fünftel des damaligen Neupreis erworben werden. Je nach Zustand der Karosserie und der Laufleistung kann die Limousine jedoch bis zu 30.000 Euro kosten. Entscheidend dafür ist auch die TÜV-Zulassung und das H-Kennzeichen.

Für die Kennzeichnung zum Oldtimer müssen noch zwingend alle Original-Teile im Fahrzeug vorhanden sein. Die laufenden Kosten für ein Oldtimer-Fahrzeug sind relativ gering, da nur pauschalierte Jahresbeträge für die Kfz-Steuer und Haftpflichtversicherung zu zahlen sind.

Design

Exterieur

Die Karosserie der viertürigen Stufenheck-Limousine weist eine solide Verarbeitung auf. Die großen Türen schließen leicht und sind mit einer kräftigen Arretierung versehen. Modelle aus den letzten Produktionsjahren wurden fast alle mit einem guten Unterboden-Schutz ausgeliefert, um dem Rostproblem zuvorzukommen.

Die Türen werden alle durch eine zentrale Türverriegelung verschlossen. Diese schließt die Kofferraumklappe mit ein. An den Reifen und an einigen Stellen der Karosserie befindet sich das Katzen-Logo. Nicht ganz passend zum stromlinienförmigen Outfit des Jaguar XJ 12 ist die gummierte vordere Stoßstange. Links und rechts außen sind hier die Blinker verbaut und unterhalb des Stoßfängers befindet sich der Nebelscheinwerfer.

Der Jaguar XJ 12 ist sehr wartungsanfällig. Regelmäßig kann es zum Ölverlust kommen, da der Kurbelwellenausgang mit der Zeit undicht wird. Darüber steht die Rostentwicklung an der Karosserie in der Kritik. In den Hohlräumen, an den hinteren Radläufen sowie an den Scheinwerfern und dem Kotflügel beobachteten viele Halter Korrosion.

Interieur

In der Limousine gibt es ausreichend Platz für fünf Personen, wobei der mittlere Sitz von der Rückbank eher als Notplatz anzusehen ist. Die Vordersitze sind serienmäßig mit einer einstellbaren Kreuzstütze versehen. Im Fond des Fahrzeugs befinden sich zwei Leselampen für den Zeitvertreib der Fahrgäste. Dagegen wird der Fahrersitz bemängelt, der nur für Personen mit einer Größe bis circa 1, 80 Meter einstellbar ist. Außerdem sind kaum Ablagen im Interieur vorhanden.

Der Innenraum ist luxuriös eingerichtet, mit viel Holz, Leder und Chrom. Hier stellt Jaguar britische Eleganz zur Schau. Das Lenkrad besteht ebenfalls aus Leder und kann in der Längsachse verstellt werden. Durch den serienmäßigen Einbau der Servolenkung ist das Lenkrad leicht bedienbar. Die Außenspiegel und die Fenster können die der Fahrer und die Passagiere elektrisch ansteueren.

Die Rundumsicht ist durch das hohe Fahrzeugheck sehr eingeschränkt. Einpark-Hilfen oder Rückfahrkameras waren zu der damaligen Zeit unüblich. Das Radio befindet sich weit unten im co*ckpit, sodass der Fahrer bei der Bedienung die Aufmerksamkeit vom Verkehr nehmen muss.

Die meisten Modelle wurden mit einer aufpreispflichtigen, vollautomatischen Klimaanlage ausgeliefert. Die durch analoge Rädchen eingestellte Raumtemperatur wird gut eingehalten. Im Fond des Fahrzeugs befinden sich viele Luftausströmer im Fußraum, sodass auch dort ein angenehmes Raumklima vorherrscht. Das Gebläse ist kräftig und lässt sich auch so einstellen, dass die Seitenscheiben im Winter enteisen.

Sicherheit

Viele Sicherheitsfeatures, wie sie heute in vielen Fahrzeugen vorkommen, waren damals noch nicht möglich. Ein zusätzlicher Seitenblinker ist vorhanden, damit der nachfolgende Verkehr einen Richtungswechsel frühzeitig erkennt. Außerdem gab es Nebel-Rückleuchten und Warnleuchten in den Innentüren.

Die Frontscheibe besteht aus Verbundglas, damit im Falle eines Unfalls die Fahrzeuginsassen geschützt sind. Die Sitzgurte auf den vorderen Plätzen sind im Original sehr tief angebracht und sind mit den Möglichkeiten von heute nicht zu vergleichen. Das trifft ebenfalls auf die Gurte der Rückbank zu, die eine ungünstige Geometrie aufweisen. Ein Beifahrer-Airbag wurde jedoch nicht integriert. Immerhin sind an allen fünf Plätzen Kopfstützen verbaut.

Alternativen

Der Jaguar XJ8 mit acht Zylindern kann als interne Alternative herangezogen werden. Die Limousine besitzt aufgrund des Baujahres 1997 bessere leistungstechnische Kennzahlen als sein Vorgängermodell.

Von der Konkurrenz ist an dieser Stelle der Maserati Quattroporte zu nennen, der jedoch nicht an die Leistung des XJ12 herankommt.

Aber auch die deutschen Modelle brauchen sich nicht zu verstecken. Die Mercedes S-Klasse der Baureihe 116 aus dem Jahr 1972 weist größere Maße auf und ist deutlich umweltschonender, mit einem Kraftstoffverbrauch von 12,5 Litern pro 100 Kilometer. Nicht nur deshalb gilt das Modell als Initiator für die Erfolgsgeschichte der Mercedes Oberklassen-Limousine.

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